Genossenschaft Geschichte

Geschichte der Genossenschaft


Unsere Genossenschaft existiert seit 1900.

Parallel zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Genossenschaftswesen. Es ist eine Geschichte von Menschen, die sich gegen Not und Elend zur Wehr setzten. Viele Schwache verbündeten sich, weil sie erkannten, dass der Einzelne wirtschaftlich nichts, ein Verband wie die Genossenschaft aber mächtig sein konnte.

Dieser Grundgedanke ist im § 1 des Genossenschaftsgesetzes als Förderauftrag festgeschrieben. Aus diesem Förderungsprinzip resultiert das Identitätsprinzip, das wie folgt lautet:

"Die Mitglieder einer Genossenschaft haben eine Doppelfunktion:
Sie sind wirtschaftliche Träger der Genossenschaft einerseits und Nutzer ihrer Wohnungen andererseits."


Eine tragende Säule der Genossenschaft ist das demokratische Prinzip.
Die Stimmrechte der Mitglieder werden nicht aus der Höhe ihrer Kapitalbeteiligung abgeleitet, sondern es gilt: 1 Mitglied = 1 Stimme.

Auf dieser Basis werden bis heute grundlegende Entscheidungen wie die Feststellung des Jahresabschlusses, die Wahl des Aufsichtsrates, die Änderung der Satzung oder die Erhöhung der Genossenschaftsanteile nur in der General- bzw. Vertreterversammlung als höchstem Beschluss- und Kontrollorgan gefällt.

Das Solidaritätsprinzip der Genossenschaften enthält alle Merkmale der demokratischen Kompromissfähigkeit. Die Gesamtheit aller Genossenschaftsmitglieder bedeutet keine bloße Addition von Einzelinteressen. Der Weg, ein wirtschaftliches Ziel zu erreichen, wird zwar von allen gemeinsam bestimmt, aber von keinem allein vorgegeben.

Geschichte und Geschichten aus Sangerhausen: von der Entstehung des genossenschaftlichen Wohnens im 19. Jahrhunder bis zur heutigen Zeit

Die Chronik der Genossenschaft wurde 2021 fortgeschrieben.

Über 120 Jahre „Genossenschaftliches Wohnen“ in Sangerhausen erfüllt uns mit Stolz.
Bereits im Jahr 2009 hat die Genossenschaft eine Chronik herausgegeben, welche ausführlich über die Gründerjahre, die Entstehung der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft in der DDR, den Start in die Marktwirtschaft sowie die Entwicklung in den 90er Jahren berichtete.

Die nun vorliegende Fortschreibung der Chronik betrachtet die zurückliegende Dekade von 2011 bis 2020.
Durch die chronologische Fortführung der Niederschrift hat der Leser die Möglichkeit, auf eine eigene Zeitreise zu gehen. Man wird beim Lesen interessanten Menschen begegnen, die die Fakten unserer Genossenschaftsgeschichte in den letzten 10 Jahren lebendig werden lassen. Federführend bei der Erstellung war Kerstin Liebau-Schlüfter – Vorstandsmitglied der WGS – welche nach umfangreicher Recherche die Fakten verschriftlicht hat.
Großer Dank gilt der Werbeagentur Wieprich, die das Projekt mit ihren Ideen bereichert und mit der sehr schönen grafischen Umsetzung wesentlich zum Gelingen beigetragen hat.
Die Chronik finden Sie in Kürze auch auf unserer Internetseite.