Nachbarschaft Mietermagazin

Die Genossenschaftsidee ist Immaterielles Kulturerbe der UNESCO


Das Internationale Komitee für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO hat die Genossenschaftsidee zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt.

Die UNESCO begründete ihre Wahl damit, dass die Genossenschaft eine allen offen stehende Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation sei, ein Modell der kooperativen Selbsthilfe und Selbstverantwortung. Das Konzept fördere die soziale, kulturelle und ökonomische Partizipation, indem Mitglieder durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen auch zu Miteigentümern würden. Dabei sichere die Praxis “ein Mitglied, eine Stimme”, unabhängig von der Gesamtzahl der erworbenen Anteile eines Mitgliedes, für alle die Möglichkeit der Mitbestimmung und aktiven Mitgestaltung. (Quelle http://genossenschaftsgeschichte.info)

Fakten:

Weltweit gibt es über 900.000 Genossenschaften in mehr als 100 Ländern mit über 800 Millionen Mitgliedern. In Deutschland sind 20 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft, wie z.B. in einer Wohnungsbaugenossenschaft, in einer Volks- und Raiffeisenbank, in einer Winzergenossenschaft, in einer Konsumgenossenschaft, in einer Energiegenossenschaft oder … . Statistisch betrachtet ist damit jeder vierte Bundesbürger in einer Genossenschaft organisiert. Durchschnittlich 976.000 Voll- und Teilzeitkräfte waren 2016 in genossenschaftlichen Unternehmen beschäftigt. Zudem bieten Genossenschaften vielen Nachwuchskräften einen Ausbildungsplatz. Damit ist die Genossenschaftsorganisation einer der wichtigsten Arbeitgeber in Deutschland.